Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Christian Baldauf spricht sich für die
Ermöglichung von fakultativem Wechselunterricht ab der siebten Klasse aus.
Schulministerin Hubig setze mit ihrer Passivität den Erfolg des Teil-Lockdowns aufs
Spiel. Auch der örtliche Landtagsabgeordnete Dirk Herber stimmt dem Anliegen von
Baldauf zu und sagt: „Bei der Bekämpfung einer Pandemie ist langes Abwarten die
schlechteste Lösung. Wir müssen deshalb jetzt handeln. Denn es ist eine Illusion zu
glauben, dass steigende Infektionen dauerhaft vor den Schulen Halt machen.“

Seine Meinung bestätigen auch die Zahlen. Bundesweit waren letzte Woche 106
Schulen komplett und 4027 teilweise geschlossen. Er führt weiter aus: „Wenn also
breite Übereinstimmung darüber besteht, dass Präsenzunterricht die beste aller
Lösungen für unsere Kinder ist, müssen wir alles daransetzen, ihn Corona-angepasst
möglichst lange zu gewährleisten. Erreicht werden kann dies allerdings nicht mit dem
alleinigen Verweis von Frau Hubig auf regelmäßiges Lüften. Das trägt nicht durch die
nächsten Monate. Vielmehr muss Frau Hubig endlich erklären, ab wann für sie das
Szenario 2, also das Wechselmodell, greifen soll.“

Der Fraktionsvorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Christian Baldauf sagt: „Um
komplette Schulschließungen zu vermeiden, brauchen wir intelligente Konzepte von
Wechselunterricht. Daher fordern wir die Aufhebung des generellen Verbots von
Wechsel- und Hybridmodellen durch die ADD. Wir vertrauen in die pädagogische
Expertise und Organisationsmöglichkeit der Schulen vor Ort, wenn diese in Anbetracht
der lokalen Infektionslage Hybrid- und Wechselmodelle umsetzen möchten und
empfehlen dies ab der siebten Klassenstufe.“ Er weist auch darauf hin, dass Viele
Schulen im Kreis dazu in der Lage sind und dass viele Eltern dies auch wünschen. „Der
Kreis wäre dazu bereit, die ADD und das Ministerium blockieren diese Lösung aber,
obwohl die Inzidenzzahl der Infektionen im Kreis hoch ist und das Risiko auch in den
Schulen besteht. Nach den Vorgaben des Robert Koch Instituts sollte bei diesen Zahlen
Gruppenteilung und Wechselunterricht möglich sein.“

Dirk Herber ergänzt: „Die Landesregierung muss Kriterien festlegen, nach denen eine
Verweigerung von Wechselunterricht durch die ADD nur mit triftigen Gründen möglich
ist. Das reduziert nicht nur das Infektionsrisiko in den Schulen, sondern auch bei der
Schülerbeförderung. Die Schulen sollten dabei die Freiheit haben, selbst
lageangepasst den Wechselrhythmus festzulegen. Das kann ein täglicher, mehrtägiger
oder auch ein wöchentlicher Wechsel sein. Es ist flächendeckend eine Notbetreuung
für alle Kinder mit Betreuungsbedarf seitens des Landes einzurichten. Dafür müssen
entsprechende Mittel vom Land zur Verfügung gestellt werden.“

Die Lehrer müssten zwar zunächst sowohl den Präsenzunterricht wie auch die
Hausarbeit vorbereiten; aber diese doppelte Vorbereitung beträfe den doppelten
Zeitraum, da ja ein Gruppentausch stattfindet. Die verkleinerten Gruppen hätten zudem
den Vorteil, dass ein viel effektiveres Lernen für die Schüler in der Präsenzphase
möglich ist.